Geschichte

Widnau war in früheren Jahren eine reine CVP-Hochburg. Die Gemeindepräsidenten Hans Spirig und später Hans Fehr waren CVPler. Daneben gab’s nur noch die FDP in Widnau. Diese war aber unbedeutend.

Der Start von Widnau plus erfolgte Ende der 60er-/Anfang der 70er-Jahren unter dem Namen Freie Bürger.

Hauptinitianten waren Emmanuel Stoffel (GA der Berner Versicherung), Gallus Spirig (vom Reformhaus Fuchsgasse) und Oskar Spirig (von der OSKA Krankenkasse).

Ziel: Bei Wahlen soll es eine Auswahl geben. Tritt ein Mitglied zurück, sollten mindestens zwei Kandidaten zur Auswahl stehen.

Auswahl: Für örtliche Behördentätigkeiten ist keine Parteizugehörigkeit notwendig oder gefordert, sondern persönliche Eignung der zur Wahl Vorgeschlagenen, die sich dann auch im Interesse der Bevölkerung für den Standort Widnau einsetzen. Es soll auch auf eine vielseitige und gut gemischte Zusammensetzung der Räte geachtet werden.

Erster so gewählter Gemeinderat war Emil Spirig (Posthalter Heerbrugg), dann später Adolf (Dölf) Kühnis (Präsident des VGVW und Leiter der Mieterschutz-Schlichtungsstelle).

Widnau plus setzt sich auch für Wahlempfehlungen geeigneter Kandidaten von Ortsparteien ein, die Vielfalt und Mischung war uns immer wichtig. Wir haben auch in den Parteien unterlegene Kandidatinnen in die Räte gebracht (z.B. Reni Villiger).

Im Jahr 2000 wurde unter der Leitung des damaligen  Obmanns Armin Köppel aus Freie Bürger der heutige Namen Widnau plus. Schon damals stand Widnau plus für: parteilos, unabhängig, sachbezogen oder auch parteilos, umweltbewusst und sozial

Die Idee, dass es dereinst in Berneck eine B+-, in Diepoldsau eine D+-Gruppierung usw. geben würde, hat sich aber nicht erfüllt. Einzig in Altstätten wurde A+ gegründet.

Weitere Amtsträger der vergangenen Jahre in Widnauer Gremien waren:
Peter Riedener, Lehrer, Gemeinderat
Armin Köppel, Unternehmer, Gemeinderat (gemeinsam mit Peter Riedener)
Sepp Schmitter, Ortsgemeinde
Mario Köppel, Schulratspräsident

Nach der Gründung der Einheitsgemeinde war es einem Lehrer nicht mehr erlaubt, ein Amt auszuführen, genauso wie anderen Gemeindeangestellten auch. So ersetzte ab
1997 Urban Hämmerle als Unternehmer die beiden bisherigen Gemeinderäte.

1998 setzte sich Widnau plus auch dafür ein, dass für die anstehende Wahl eines neuen Gemeindepräsidenten eine Findungskommission gegründet wurde, dank der Christa Köppel als Gemeindepräsidentin gewählt wurde.

Aktuelle Mandatsträger sind:
Karin Gresser Tüscher, Schulrätin seit 2013
Sandra Stoffel-Hämmerle, Mitglied GPK seit 2013
Stefan Sieber, Gemeinderat seit 2013

So sind wir organisiert:
keine Mitgliedschaft notwendig
kein Jahresbeitrag
keine Verpflichtungen
keine Statuten
Hinter der Organisation steht ein Kernteam, bestehend aus aktiven und ehemaligen Mandatsträgern sowie weiteren Aktiven.
Wir helfen einfach, Kandidatinnen und Kandidaten zu einer erfolgreichen Wahl ins gewünschte Amt zu finden und zu unterstützen.
Die Kosten für die Wahlen werden durch Sponsoren aus dem Umfeld der Kandidaten und Sympathisanten von Widnau plus getragen.

Amtsträger liefern keine Abgaben an Widnau plus aus Entschädigungen und Sitzungsgeldern ab, wie dies Angehörige traditioneller Parteien jährlich leisten müssen.

Fazit: Für örtliche Behördentätigkeiten ist keine Parteizugehörigkeit notwendig, sondern persönlicher Einsatz jedes Gewählten im Interesse der Widnauer Bevölkerung.

Zusammengestellt von Urban Hämmerle, langjähriges Mitglied und Alt-Gemeinderat von Widnau plus